Das Leben und die Arbeit in den Gemeinschaften

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Wenn ich nun allein fuer meisst 2 Tage in die Gemeinschaften (die juengsten sind 15 Jahre alt, andere vielleicht 100 aber meisst juenger) fahre um mit den Frauen der Chiquitania (die leider kein chiquitano mehr sprechen, die Grosseltern noch) zu arbeiten bekomme ich sehr gute Eindruecke ueber das LebeSAM_0996n und die Unterschiede von Ort zu Ort. Mal schlafe ich auf einer Matratze aus dem Sportunterricht in der Schule, in einer anderen Comunidad hat eine Frau aus der Gruppe ein grosses Haus und viel Platz und leerstehende Betten da die Kinder vielleicht schon das Haus verlassen haben. Meisst wohnt eine Familie mit bis zu 8 oder mehr Kindern in einem Haus was aus einem Raum besteht. Einige Meter weiter ist das Kuechenhaeuschen, in dem sich eine Kochnische mit einem Regal befindet, manchmal noch ein Tisch. Und noch einige Meter weiter befindet sich das Klohaeuschen, einige Meter tief wurde ein Loch gegraben und darueber Bretter gelegt und mitLehm befestigt, darum einige Laken oder aufgeschnittene Saecke als Blickschutz. Auf dem Grundstueck laufen Schweine, Enten, Huehner, Katzen und Hunde umher. Die Maenner gehen meisst morgens aufs Feld (Chaco, Chakra) um zu planzen, Unkraut zu beseitigen, zu ernten und kommen eher abends als mittags zurueck. Die Frauen bleiben meisst im Haus, wenn der Mann mal ausserhalb arbeitet kuemmern sie sich um den Chaco. Sonst bereiten sie DSC06291das Essen, waschen Waesche, kuemmern sich um die Kinder und die Tiere und nun auch um ihre Gaerten. Brot gibt e smeisst nicht, es gibopft zum Fruehstueck Suppe oder etwas anderes gekochtes, mittags und abends auch. Manchmal gibt es ein oder 2 Wasserpumpen, und wenn nicht wird das Wasser aus einem Tuempel geholt der einige Kilometer erntfernt sein kann. Wenn ich mich im Wassereimer auf dem Kopf tragen versuche bade ich mich meisst, was hier in der Waerme aber auch nicht schlimm ist. Wenn es kein Wasser ist kann es auch vertrockneter Kuhmist sein der als Duenger dient. Mit den Frauen sammeln wir Blatter verschiedener Baeume und zerstampfen sie in ausgehoehlten Baumstaemmen (Tacu), lassen das in Wasser etwas geaeren und spritzten das gegen Schaedlinge. Ich versuche ihnen ein Fruchtfolgesystem im Garten naeherzubringen oder auch die weise verschiedene Gemuese nebeneinander zu pflanzen.DSC06139Wir fertigen Platabandas, heben 30 cm tief die Erde aus und fuellen die Loecher bis zur haelfe mit Laub und fuellen die Erde mit Mist vermischt auf. Darauf kann gesaet werden und der Boden ist nicht mehr nur Sand. Wir besuchen die Felder und die bauern bringen mir bei Maniok, Zuckerrohr und Bananen zu pflanzen.

Eine Antwort to “Das Leben und die Arbeit in den Gemeinschaften”

  1. Matthias Görgen Says:

    das sind doch sehr spannende und höchst interessante Einblicke und Eindrücke, die du da im täglichen Miteinander des Alltagslebens bei den Bauern und v.a. Bäuerinnen miterlebst.
    Sowas vergisst man später niemehr.
    Weiter so und noch viele schöne Erlebnisse wünscht dir Matthias

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