Die letzte Zeit und Heilpflanzengarten mit traditionellen Medizinerinnen

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Nun sind meine letzten 2 Wochen nach 5 Monaten in San Ignacio angebrochen. Ich gebe meine letzten Workshops, mache noch einige qualitative Interviews und dann geht es schon wieder nach Deutschland. Unvorstellbar. Wie die Zeit vergeht. Ich habe sehr viel neues und spannendes kennengelernt, lust mich weiter mit der Materie hier zu beschaeftigen aber vielleicht ein andermal. Auch wenn ich seit den letzten 2 monaten erst das Gefuehl hab richtig anzufangen, die Busverbindungen zu den Doerfertn kenne, alleine hin fahren kann, von Mobilitaetsfragen hin zu den sozialen und zwischenmenschlichen, wenn ich die Frauen oefter sehe wird das Verhaeltnis offener und offener. Und die Frage die mich dabei beschaeftigt, wie kann ich am besten die Zeit noch ausnutzen, dass mir danach nicht noch viele Fragen in den Sinn kommen und ich die nicht mehr beantworten kann.

In Zusammenarbeit mit den “Medicos del Mundo” (Aerzte der Welt) als andere NGO bauen wir nun an den freien Gruenflaechen von Krankenhaeusern in San Miguel und Santa Ana Heilpflanzengaerten. Das passiert natuerlich mit und vor allem von traditionellen Medizinerinnen, es sind fast keine Maenner dabei. Die meisst aufgeworfene Frage, bleiben die Leute dabei? Verkommt der Garten in einem halben Jahr wieder und dann ist nichts mehr uebrig? Und wie kann das Heilpflanzengaertnern atraktiv gemacht werden? Ueber Geld verdienen. Wir schlagen ihnen vor ihre Gaerten bekannt zu machen, bei der Touristinfo unter anderem, damit sie Fuehrungen geben koennen, einige bei sich zu Hause Pflanzen ziehen und die dann verkaufen, vielleicht noch Tee herstellen und viele sind ganz gespannt darauf Seifen und Pomaden zu fabrizieren. Sie sind meist recht still zu Beginn, arbeite ich als Frau mit ihnen entspannt sich die Situation recht schnell und sie fangen an durcheinander ihre Ideen einzuwerfen. In San Miguel haben wir eine Kraeuterspirale als Vorbild genommen, sie hat, da ich immer Schnecke sage, einen Schneckenkopf bekommen, in den wurde die Aloe Vera gepflanzt, jetzt fehlen nur noch Wege und etwas Gras aussenrum. Auch in einer Schule sollen die Kinder und Jugendlichen anfangen mit der Materie umzugehen. Im naechsten Treffen stellten wir den Garten fast fertig, fehlen noch Baenke. Sehr spannend die Heilpflanzen der gegend kennenzulernen, von Penicillina (es gibt wohl eine Pflanze die so heisst auch wenn das pharmazeutische ja aus dem Pilz stammt) ueber Mamori usw.

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Eine Antwort to “Die letzte Zeit und Heilpflanzengarten mit traditionellen Medizinerinnen”

  1. Matthias Görgen Says:

    das gefällt mir ausgezeichnet, was du bei AGRECOL-Andes machen konntest und v.a. wie du dich da eingebracht hast.
    Das wird sicherliche eine sehr interessante und anschauliche Photo-Präsentation auf dem nächsten AGRECOL-Treffen in Berlin.
    Viel Glück und gutes Wiederankommen in Deutschland wünscht Matthias

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