Eine Woche Bolivien – viele neue Eindrücke!

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Nach 22h Reise bin ich endlich da: Cochabamba, Bolivien!  Ich bin unglaublich aufgeregt und weiß nicht was mich in meinem Praktikum bei Agrecol-Andes erwarten wird undwelche Erfahrungen das Land für mich bereithält. Ich bin nervös, aber auch voller Vorfreude. Dank einer bolivianischen Freundin, die ich aus Deutschland kenne, werde ich von ihrem Bruder Benjo vom Flughafen abgeholt und komme die ersten Tage bei ihrer Familie unter. Der Empfang war sehr herzlich, auch wenn es 5 Uhr morgens war. Das heißt auch: Der Tag fängt gerade erst an…

Nach einem Frühstück mit der Familie geht es gleich los und wir erkunden die Stadt zusammen. Nach Palacio Portales, eine riesige, geradezu pompöse Villa in der Stadt, geht es hoch zu Cristo de Concordia auf über 2.800m, der größten Christusstatue der Welt (ja, größer als die in Rio de Janeiro). Nach einem großen Mittagessen (die Portionen hier sind riesig!) erstmal „descano“ – Ausruhen. Gegen Abend merke ich langsam das Jetlag, 6h Zeitverschiebung sind nicht ohne, aber jetzt geht es erstmal zum Fußballspielen mit Benjos Freunden. Ich bin alles andere als ein Fußballer, aber das waren die anderen auch nicht und so hat es auch wirklich Spaß gemacht und ich hab schon neue Leute kennengelernt. Danach duschen und tot ins Bett fallen.

Am nächsten Abend erwartet mich schon der erste Umzug: Benjo und sein Vater reisen in den Dschungel, um Vorbereitungen für ihr bald startendes Bio-Schokoladenbusiness zu treffen. Deswegen wohne ich nun bei Josu, Benjos Bruder, und seinen Mitbewohnern weiter im Stadtzentrum. Ich verstehe ich super mit allen und fange an richtig in das bolivianische Leben einzutauchen. Am Wochenende besuche ich eine Freundin am andinen Agroforst-Institut mit dem „Trufi“: Das sind weiße Kleinbusse, die ihre festgelegten Routen durch die Stadt fahren. Haltestellen gibt es nicht. Man streckt die Hand aus und wird eingesammelt. Für umgerechnet 0,25€ lassen sie dich auch wieder heraus wo du gerade möchtest. „En la esquina por favor“- an der Ecke bitte, wie man hier sagt. Für einen Deutschen wirkt das erstmal sehr unorganisiert, aber das System läuft und man kommt schnell von A nach B.

Montag war mein erster richtiger Arbeitstag. Nachdem ich die halbe Stunde Verspätung der Bolivianer abgewartet hatte (habe das irgendwie erwartet, aber es ist trotzdem ungewohnt), bekam ich eine super Einführung von Juan Carlos, dem Projektleiter. Im Projekt Biocultura werde ich Praktiken evaluieren, die im Municipio Totora (ein Landkreis 2,5h östlich von Cochabamba) während der letzten Jahre durchgeführt wurden, um mehr Resilienz gegen den Klimawandel in der Landwirtschaft vor Ort zu erlangen. An den genauen Details und Inhalten feilen wir gerade noch. Morgen fahre ich dann erstmals nach Totora, um die Region kennenzulernen. Ich bin gespannt, wie es dort sein wird!

 

 

 

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3 Antworten to “Eine Woche Bolivien – viele neue Eindrücke!”

  1. tom Says:

    Hallo Jakob, das hört sich nach einem sehr guten Einstieg an! Es ist einfach immer gut, wenn man Freunde hat, die einem den Einstieg erleichtern.

  2. Ann Says:

    Schön zu sehen, dass dein Praktikum so gut angefangen hat, Jakob! Danke für den Bericht über deine ersten Eindrücke. Weiterhin alles Gute!

  3. Matthias Görgen Says:

    Lieber Jakob, das war ja schon mal ein schöner Einstieg. Ich wünsche dir weiter nette Erlebnisse und viel Erfolg bei deinem Praktikum in Bolivien.

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