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En Bolivia, todo es posible pero nada es seguro!

6. April 2017

Mein kleines nettes Dörfchen Aiquile nach vier Monaten zu verlassen fiel mir nicht ganz einfach. Viele spannende Arbeitstage auf dem Feld, Gespräche mit Landwirten, gemeinsames Essen, kulturelle Anlässe und Diskussionen über Natur- und Kulturunterschiede liessen mich das bolivianische Leben kennen, schätzen und lieben lernen. Das Sprichwort «in Bolivien ist alles möglich aber nichts sicher» beschreibt die Lebensweise und Kultur meiner Erfahrung nach sehr treffend. Als Gegenstück fand ich dann «in der Schweiz ist alles sicher aber nichts möglich» ziemlich passend. Im Folgenden möchte ich meine Eindrücke und Erfahrungen des letzten Teils meines Praktikums reflektieren.

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Einige Steine auf dem Weg…

11. Februar 2017

Mit viel Energie und Tatendrang sind wir ins neue Jahr gestartet. Doch in den letzten beiden Wochen haben sich so einige Schwierigkeiten ans Licht begeben. Unsere Pläne für die «ECO Tienda» können wir deswegen nur zögerlich in die Tat umsetzen. Doch zugleich sind wir auch dabei, die Zertifizierungen der SPG in neuen comunidades im Munizip Pasorapa einzuführen. Dort sind wir auf viel Interesse gestossen und haben mit den neuen evaluadores deren bevorstehende Arbeit besprochen und sie darauf vorbereitet. (more…)

Tuna, Trucha und Titicaca

19. Januar 2017

Nach knapp zwei Monaten meines Praktikums im Herzen Boliviens fühle ich mich hier in Aiquile schon fast wie zu Hause. An die Präsenz von Kartoffeln, Mais und knochigem Fleisch in jeder Mahlzeit habe ich mich gewöhnt. Und auch mal trucha (Forelle) zu probieren und damit einen Schritt in Richtung carnivor zu wagen, wie sich hier die Bolivianer nennen, wenn ich sage, dass ich Vegetarierin sei, scheint mir langsam ganz plausibel. Von der Vielfalt an Früchten und Gemüse bin ich nach wie vor begeistert. Nicht zu Letzt dank dem Entdecken der tuna, der Kaktusfrucht. Tunas werden vorsichtig mit einem Messer oder einem langen Ast mit Dorn geerntet, mit einer Bürste von den Stacheln befreit und dann vorsichtig geschält. Die orange, und am Morgen herrlich kühle Frucht ist eine wahre Erfrischung an einem Tag in der Wärme der bolivianischen Anden.

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No hay agua

19. Dezember 2016

No hay agua

Angekommen in Cochabamba, wurde ich von einer lebendigen, bunten und vielseitigen Stadt empfangen. Im corazón (Herzen) von Bolivien, wie die Stadt auch genannt wird, werden an jedem Ecken Früchte, Mais- und Erdnusssnacks und frisch gepresster Orangensaft angeboten.

Blick auf Cochabamba

Blick auf Cochabamba

Der berühmte Cristo de la Concordia

Der berühmte Cristo de la Concordia

Die micros, welche dich für 2 Bolivianos quer durch die Stadt fahren

Die micros, welche dich für 2 Bolivianos quer durch die Stadt fahren

Ein Gemisch aus Moderne und Tradition bewegt sich auf der Strasse. Wenn man mit Taxifahrern spricht, kommt man schnell auf das eine grosse Thema zu sprechen – das Wetter, bzw. das Wasser. Es gebe kein Wasser, seit Monaten hat es in der Region um Cochabamba nicht mehr geregnet. Und auch jetzt, wo langsam die Regenzeit anfängt, bleibt der essenzielle Niederschlag aus. (more…)