Archive for the ‘maloum sow’ Category

Tokoram Maloum

21. November 2010

Eine besonders große Herausforderung meiner Zeit in Guedé war es, sich in meine neue, jegliche Dimensionen sprengende Familie zu integrieren: Bei den Brüdern Oumar und Ifra Sow, ihren jeweils zwei Frauen Fatimata, Kadjata, Nené und Aissata Oumar; deren unzähligen Kindern, an die 30; anderen Kindern und Jugendlichen aus der Verwandtschaft, die in Guedé die höhere Schule besuchen. Und, ganz wichtig, Maloum Haby Djeo, „la vieille“ (= „Die Alte“, was dort aber als Respektsbekundung zu sehen ist), Mutter von Oumar und Ifra, aber auch von Mariam und Mamadou Amadou Sow, die bei ENDA Pronat arbeiten.

Ein kleiner Teil der Familie Sow in Guedé

Manchmal war es nur schwer zu verstehen, und auch zu ertragen, in so eine riesige Familie „gesteckt“ zu werden, sich erst seinen Platz darin suchen zu müssen. Keine Privatsphäre zu haben. Oft von niemandem verstanden zu werden. Mit unausgesprochenen Erwartungen konfrontiert zu werden. Winke mit Zaunpfählen, die man sieht, aber nicht einordnen kann.Und immer die Gratwanderung zwischen Anpassung und Wahrung der Identität.

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Ngatamaare Tooro

20. November 2010

Vielleicht stelle ich euch erst mal vor, wo ich hier überhaupt gelandet bin: Denn obwohl ich auch bei ENDA im Senegal bin, unterscheidet sich die Region Fouta im Norden vom Senegal sowohl landwirtschaftlich als auch kulturell von den Niayes, wo ich Helga zu Beginn meines Praktikums bei ENDA besucht und assistiert habe.

Die Dörfer Gueddé, Lerabe, Diama und Korkadie, aus denen sich Landwirte zur Organisation Ngatamarée Tooro (= „Der erste Regen in Fouta“) für ökologische Landwirtschaft zusammen geschlossen haben, liegen ganz im Norden des Landes am Senegalfluss an der Grenze zu Mauretanien. Und diese 2  Faktoren sind eigentlich schon ein guter Indikator für die landwirtschaftliche und kultutrell andere Situation…

Klimadiagramm aus Podor bei Guedé Chantier

Mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 200mm und einer Durchschnittstemperatur von 28°C könnte man hier kaum Landwirtschaft betreiben, daher findet in den Gegenden, die weiter vom Fluss entfernt sind auch hauptsächlich Tierhaltung statt.

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Rallye Dakar-Fouta

19. November 2010

Mein erstes spannendes (Agrar-)ökologisches Erlebnis, nach dem Besuch von Helga in den Niayes war meine Reise von Dakar nach Guedé, wo ich die nächsten Monate verbringen sollte – nur 500km Fahrt und so viele verschiedene Öko- und Anbausysteme! Zum Glück war ich mit Jörg und Mamadou Amadou Sow von ENDA Pronat unterwegs, die mir eine wundervolle Einführung in ökologische, soziale und politische Dimensionen der mich umgebenden Pflanzen und Tierwelt gaben…

Der Weg von Dakar nach Guedé Chantier, wo ich die nächsten Monate verbringen sollte

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Introduction

19. November 2010

Auf dem Heimweg vom Feld



Nun endlich werdet ihr auch Nachricht von der letzten 2009/2010- AGRECOL-Praktikantinnen haben – viel zu lange habe ich es vor mir her geschoben! Es gab einfach immer so viel zu tun, so viel zu erleben und so viele Berichte für ENDA, meine Praktikumsorganisation zu schreiben – und so einen laaaangen Weg ins Internetcafé!

 

Mein "Cousin" Djibi mit seiner Kutsche, bei einer Besichtigung der Arbeit von ENDA im Dorf

Wie ihr seht, habe ich mich während meinen sieben Monaten dort ganz gut eingelebt und wenn ich mit meiner sonstigen Arbeitsmoral des öfteren als zu übereifrig angeeckt bin – im Bezug auf den Blog habe ich dann doch wohl eher, nachdem ich den weiten Weg mit Pferdekarren und verschiedenen Sammelautos in die nächste Stadt mit Internetcafé zurückgelegt und Mails meiner Familie und von Freunden empfangen und beantwortet hatte, nach der so oft gebrauchten Redewendung der Hal-Pulaar gehandelt:

„HA GONGOL – beim nächsten Mal…!“